Schinderhannes und seine Bande (3. Aufl. 2013, kommentierter Nachdruck von 1804, 130 Seiten)


Schinderhannes und seine Bande (3. Aufl. 2013, kommentierter Nachdruck von 1804, 130 Seiten)

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Anonymer Autor (Vorwort Mark Scheibe): "Schinderhannes und seine Bande oder Johann Bücklers und seiner Gesellen merkwürdige Geschichte, Verbrechen und Hinrichtung", 3.Auflage 2013, Erstdruck 1804, ISBN 978-3-9813188-4-5.

Dieses Buch erschien kurz nach der Hinrichtung des Schinderhannes und ist eine von drei bekannten authentischen Biographien über den Räuber, die bereits zu seinen Lebzeiten in Arbeit waren. Anders als andere Veröffentlichungen verzichtet das Buch auf Ausschmückungen und Märchen, die zumeist die Geschichte des Schinderhannes umranken. Obwohl anonym erschienen, stammt das Buch ganz offenbar aus der Feder von Weitzel, dem Herausgeber der Mainzer Zeitung. Er war zugleich Prozeßbeobachter im Schinderhannes-Prozeß und Freund des Gerichtspräsidenten Rebmann. Ein seltenes zeitgenössisches Dokument in Neuauflage. Der berühmt-berüchtigte Verbrecher Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, war ein Kind der Französischen Revolution, die die Gesellschaft Mitteleuropas vor 200 Jahren auf den Kopf stellte. In dieser Zeit suchte das lesehungrige Bürgertum nach Romanhelden, die der Figur des Räuberhauptmanns Karl Moor in Schillers berühmten Drama „Die Räuber“ am nächsten kamen. Durch eine unglückliche Verkettung von fehlerhaften Meldungen der französischen Regierung und ihr nahestehender Presseblätter war plötzlich Schinderhannes in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Während die Spekulationen über ihn ins Kraut schossen, räumte erst das eigens zu seiner Verurteilung eingerichtete Mainzer Sonderstrafgericht mit dem neu geborenen Mythos eines Freiheitskämpfers und eines Robin Hood auf. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten bereits geschäftstüchtige Schreiber diese fiktive Person namens Schinderhannes in Buchform verbreitet. Erst die vorliegende, kurz nach seiner Hinrichtung 1803 erschienene Lebensgeschichte richtete sich ausschließlich nach den Erkenntnissen des Gerichts. Das anonym erschienene Buch stammt wahrscheinlich aus der Feder von Johann Ignatz Weitzel, dem damaligen Herausgeber der Mainzer Zeitung. Ihm war es wichtig, das Leben des Räubers sachlich nachzuvollziehen und frei von Sagen und Märchen darzustellen. Obwohl nur nach den Fakten erzählt, läßt diese Biographie keine Spannung vermissen und entführt den Leser in die Lebenswelt der kleinen Leute an der Wende zum 19. Jahrhundert. Das diesem Neudruck zugrundeliegende Buch ist 2006 wiederentdeckt worden.

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Schinderhannes - Nichtsnutz, Pferdedieb, Räuberhauptmann? (6. Auflage 2015, 488 S.) Schinderhannes - Nichtsnutz, Pferdedieb, Räuberhauptmann? (6. Auflage 2015, 488 S.)
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