Die Französische Revolution im Spiegel der deutschen Tagespresse 1789-1795


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Die Französische Revolution im Spiegel der deutschen Tagespresse 1789-1795

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Autor: Dr. Anne Sigrid Sawade-Pfeiffer

- 456 Seiten, 12 Grafiken.

 - ISBN: 978-3-9817831-7-9

- Buchrückentext:

Der Hamburgische Correspondent, die Augspurgische Ordinari Postzeitung und die Frankfurter Kaiserl.-Reichs-Ober-Post-Amts-Zeitung gehörten zu den bedeutendsten Presseorganen Deutschlands am Ende des 18. Jahrhunderts. Ihr Einfluss auf die Meinungsbildung im Reich war erheblich, nicht zuletzt in den politisch angespannten ersten Revolutionsjahren.

Zentraler Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Informationslage, die den Lesern mittels dieser drei Presseerzeugnisse im Zeitraum vom Ausbruch der Revolution 1788/89 und dem Herbst 1794, also unmittelbar nach der Hinrichtung Robespierres, zur Verfügung stand.

 

Diese Zeit war bekanntermaßen durch mehrere herausragende Ereignisse in Frankreich geprägt, wie der Erklärung der Menschenrechte, der Erarbeitung von Verfassungen, aber auch der Radikalisierung der Revolution. Unabhängig von den Tendenzen der Forschung, welche die Zeit der Schreckensherrschaft als notwendig zum Überleben der Revolution oder als radikale Entgleisung sieht, hat die „Terreur“ bereits damals und in der Folge für lange Zeit das Bild der Revolution bestimmt. Daher fokussiert diese Arbeit auf die Betrachtung der Informationen und Meinungen, die den zeitgenössischen Lesern über die „schrecklichen“ Ereignisse zur Verfügung standen.

 

Drei Erkenntnisziele werden vorliegend verfolgt: Erstens wird der Frage nachgegangen, wie sich der zeitliche Unterschied der möglichen Rezeption darstellte und wann und mit welchem Abstand zu den Ereignissen die Leser der einzelnen Zeitungen über die Informationen verfügen konnten. Zweitens wird der rein quantitativ zur Verfügung stehende Anteil an Informationen erarbeitet. Wie sehr war das Zeitungsbild der jeweiligen Leser von der Revolution geprägt? Welche Themen stachen in der Berichterstattung hervor? Schließlich wird drittens der Blick auf den Inhalt der Berichterstattung gerichtet, um neben der Informationslage der jeweiligen Zeitungsleser vor Ort auch die meinungsbildende Funktion der untersuchten Zeitungen herauszuarbeiten, wie sie bewirkt wurde durch dezidierte Meinungsäußerungen oder auch indirekt durch die positive oder negative Darstellung bestimmter Personen oder die Auswahl der Berichtsthemen. Diese Untersuchung versucht damit das Bild zu erarbeiten, welches der jeweilige Leser möglicherweise von den Vorgängen in Frankreich gewinnen konnte.

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